Erik Wikki Autor und Vorlesekünstler

Grausiger Leichenfund nachts im Stadtpark von Papenburg

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Stadtpark, kleinerer See, südöstliches Eck

Teile und andere Leichen

So zügig es ging, radelte er durch die stille und kalte Nacht hinüber zur Wache. Im selben Moment mit ihm fuhr Benno in seinem Wagen vor. Auf dem Beifahrersitz erkannte Lux die Britin. Sie war mit ihrer Morgentoilette beschäftigt und flocht einen Zopf. Er kettete sein Fahrrad an und stieg hinten in das Auto ein. „Wo ist Hansen?“
„Kommt gleich, Chef“, antwortete Gerber, „wahrscheinlich muss er seinen Roller wieder anschieben.“
Der Wachhabende meldete sich per Funk.
„Wieso ruft er uns über das Ding und kommt nicht einfach raus?“, fragte McAshford.
„Ist ihm wahrscheinlich zu kalt“, meinte Gerber. Dann griff er zum Sprechfunkgerät.
„Die Streife hat sich gemeldet, Kommissar Gerber. Sie sollen so schnell es geht zum südöstlichen Eck vom kleineren See im Stadtpark kommen.“
„Verstanden“, entgegnete Gerber. „Spendieren Sie Hansen einen Kaffee, sobald er eintrifft.“ Damit brauste er los.

Die letzten hundert Meter mussten sie zu Fuß gehen, wobei die Taschenlampen der an Ort und Stelle befindlichen Kollegen ihnen den Weg wiesen.
Lux eilte hinter den beiden jüngeren Kommissaren her. Am Ende hatten McAshford und Gerber drei Schritte Vorsprung. Sie sahen also eine kurze Weile früher den Arm. Einen einzelnen Arm mit emporgereckter Hand. Er ragte aus dem Wasser des Teichs. Zwischen den Fingern steckte ein Handy. Der Anblick erinnerte Lux an eine Szene in einen Film, wo die Freiheitsstatue im Meer versunken war und nur die Hand mit der Fackel aus dem Wasser ragte.

Auszug aus: Papenburger Puppenspieler, Teile und andere Leichen, Kapitel 1
  Erik Wikki © 2015

 

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